Wochenendlektüre: Link- und Lesetipps

 

Sylvia Plath

Sylvia Plath, 1932 – 1963

Am Montag vor 50 Jahren ist die amerikanische Dichterin und Schriftstellerin Sylvia Plath gestorben. Ich habe Plath im Studium kennen gelernt, in einem Seminar über „Modern American Women Poets“, von denen sich leider mehrere umgebracht haben, auch Plath. Sie ist in Deutschland, wie ich las, vor allem für ihren Roman Die Glasglocke (The Bell Jar) bekannt, war aber eine der bedeutendsten (wer auch immer das bestimmt) englischsprachigen Dichterinnen der Moderne, die sehr eigene, teilweise bis zur Garstigkeit schonungslose und gleichzeitig schöne Gedichte geschrieben hat. Die heutigen Link- und Lesetipps sind also Sylvia Plath gewidmet.

Zum Einstieg: Ein Spiegel-Artikel über Plaths Leben (mit Fotostrecke)

Und etwas ausführlicher: Kurzbiographie und mehr auf der Website der Poetry Foundation.

Sylvia Plath hat seit ihrer Kindheit Tagebücher geschrieben, auch als literarische Übung. Die Bände aus der letzten Zeit vor ihrem Tod sind verschwunden. The Quicksand of Existence ist eine Betrachtung zu den veröffentlichten Unabridged Journals.

In Sylvia Plath’s Joy interpretiert der Schriftsteller Dan Chiasson Plaths Gedicht „Ariel“ (und einzelne Stellen aus anderen), in dem er das Leben und Schreiben in einem Haus mit Kindern hört.

Eher düster als joyous, aber interessant: ein Video der Künstlerin Sandra Lahire mit Originalaufnahmen von Plath, die einige ihrer Gedichte vorträgt.

Noch mehr Gedichte, von Plath selbst vorgetragen, gibt es beim Poetry Archive und auf Youtube. Ich finde es sehr spannend, sie die Gedichte lesen zu hören – ihre präzise Aussprache ist sehr eindringlich. Trotzdem würde ich sie auf jeden Fall auch lesen – es gibt mindestens eine zweisprachige Ausgabe von Ariel und auch einen Band mit dem Titel Liebesgedichte: Zweisprachig, von dem ich nicht weiß, welche Gedichte er enthält.

Ich finde, man liest im Alltag sowieso viel zu wenig Gedichte. Das lässt sich leicht ändern!